Ölstandsanzeige
 
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Hallo,
 
bei der Domi fällt ja bekanntlich die Ölstandskontrolle sehr umständlich aus.
Man sollte sich dadurch aber nicht verleiten lassen diese Kontrollen zu vernachlässigen,
denn selbst wenn man einen Motor (wie zum Glück meiner) mit sehr geringem Ölverbrauch hat
kann man sich auf Dauer nie sicher sein ob sich das nicht mal ändert und ob der Ölstand z.B.
nach einer längeren Tour oder länger zurückliegender Kontrolle nicht doch bedrohlich tief abgefallen ist.
 
Hinzu kommt auch noch das man von seiner Domi (meine macht das oft mit mir)
bei der Ölkontrolle ordentlich verarscht werden kann ;-)
 
Darum besitzt meine seit heute eine Ölstandsanzeige des Trockensumpf-Tanks.
 
Den Gedanken trage ich schon länger mit mir rum, nur die Ausführung mußte aus Zeitmangel
lange auf sich warten lassen. Hätte ich gewußt wie geil man das jetzt bei jeder Gelegenheit,
ohne einen Finger zu rühren sehen kann...
Das Risiko mit zu geringem oder auch (durch nachfüllen bei "vermeintlich" zu tief gewesenem Stand) zu hohem
Ölstand zu fahren ist hiermit endlich Vergangenheit !!
Die Stelle und der (Blick) Winkel ist ideal. Man kann bei jeder Gelegenheit den Ölstand sehen,

ihn und seine Temperatur, Drehzahl und Betriebsdauer abhängigen Änderungen

sogar sehr schön auch während der Fahrt beobachten.
 
 
Update:
 
Die provisorischen Drahtschellen sind durch Blechbandschellen ersetzt worden.
 
Die Temperatur am Schlauch bleibt absolut unbedenklich.
Da kein echter Durchfluß herrscht wird er nicht durch die Öltemperatur beaufschlagt,
wird selbst im Stadtverkehr durch die Strahlungswärme gerade mal  Handwarm.
 
Jetzt muß nur noch beobachtet werden ob dieses (Schlauch) Material Chemisch Langzeit - Ölbeständig ist.
Falls dem nicht so sein sollte muß ein anderes Material her.
Bei 10 mm Innendurchmesser sollte sich auf jeden Fall was finden lassen.
Bis jetzt macht er jedenfalls einen guten Eindruck.
 
Update 2:
 
Jetzt, da einiges an Zeit und rund 2000 km vergangen sind;
der PVC Schlauch ist bestens geeignet, reicht völlig aus, wird nicht vom Öl zersetzt,
ist immer noch klar, durchsichtig, nicht verhärtet und auch nicht aufgeweicht.
 
Werde in kürze darüber berichten wann in welchen Situationen welche Effekte bezüglich variierendem Ölstand eintreten.
Genau das was für die so oft verar...enden Ergebnisse bei der normalen Standkontrolle verantwortlich ist kann man
hier, mit dem Schauglas als Fahrer nämlich live sehen und erleben.
 
Kurze Erläuterung:
 
Habe extra nirgends in die Rahmenrohre gebohrt damit kein Tüver wegen der Stabilität etc. meckern kann.
Drum der "Umweg" in "nicht direkt" Tragende Stellen wie z.B. für den oberen Stutzen in's Tauchrohr des Ölstab
und für den unteren in die äußerste untere / vordere Ecke des Dreieckesblech, daß das senkrechte Vierkantrohr
(das vorn am Motor nach unten verläuft) mit den zwei dicken Ovalrohren (das obere der beiden geht vom Lenkkopf
unterm Tank nach hinten) quasi als Dreieck verbindet.
 
Diese Stelle unten sollte so tief wie möglich, nahe der angeschweißten Steckerhalterung für Hupenstecker
und OT-Geber-Stecker sein.
 
Zusätzlich, damit die Löcher so klein wie möglich "gehalten werden können" habe ich keine vorgefertigten Stutzen
genommen (die gibt es durchaus für Schlauchstutzen 10 mm, haben dann aber meist schon 1/4" oder 3/8" Gewinde)
sondern härtere 8.8er (5.6 sind bissi zu weich) M8 mm Schrauben mittig längsseits durchbohrt (2 mm Bohrung)
damit die zwei Kernbohrungen in der Domi "nur" 6.5 mm betragen.
 
An die Köpfe der Schrauben (13er Sechskant) sind direkt 8mm 90 Grad CU Bögen hart angelötet
deren Außenseite (also die eigentlichen Muffen in die ein 8er Rohr passen würde) 10 mm Durchmesser haben
auf die wiederum der eigentliche "Sicht"-Schlauch (mit 10 mm Innendurchmesser) passt.
 
Die Bohrer vor dem Bohren, sowie die Gewindebohrer vor gebrauch magnetisieren und evtl. Reste an Spänen
mit einem magnetisierten kleinen Schraubenzieher / Reisnadel o.ä. befreien.
Als letzten Gewindebohrer nicht die Nr. 3 sondern die Nr. 2 nehmen sodaß die Schrauben schon mechanisch
gut schwer passen würden, das ganze entfetten und mit Loctite Schraubensicherung mittelstark eindrehen
bis die "Richtung" stimmt.
So werden die Schrauben, äh kleinen selfmade-Stutzen ;-) mechanisch fest und gleichzeitig dicht.
 
Update 3:
 
Wird zwar nur dann wirklich benötigt wenn Verdacht auf Umlagerung / falsche Verteilung besteht
(war meine zwischenzeitlich eine ganze Zeit lang auch von betroffen) ist dann aber sehr hilfreich:
Ein Sumpfschauglas:
 
Dies ist nur ein Provisorium, wird aber in kürze endgültig fertiggestellt.
 
 
 
Update 4:
 
Der Schlauch war jetzt nach den Jahren vergilbt und wurde erneuert.
Sonst, rein von seiner Konsistenz und seinem sonstigen Zustand wäre er noch immer ok und sicher gewesen.
Das Stück, vom Meterpreis umgerechnet waren das 22 Cent. Werde ihn jetzt einmal im Jahr wechseln.