Selbstbau eines Ölthermostaten.
 
Sorry für die Bildqualität; sind von der Handycam.
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Hallo,

bin gerade an der zweiten Evo. eines Ölthermostaten für die Domi.
Es wird kleiner sein als die erste Variante und es wird durch eine andere
Gehäuse - Bauart möglich sein die Anschlüsse, angepasst an die Einbau Situation
/ Einbaulage / Verrohrungs - Variante im voraus (fast) beliebig aus zu legen.

Die Außenabmessungen stehen im groben fest.
Der Korpus ist in der Mitte Zylindrisch mit Quadratischen
verschraubten Gehäuseböden.
Der innere Zylindrische Teil wird 26 mm Durchmesser haben und 25 mm lang sein.
Die Gehäuseboden - Flanschen werden 32x32 mm haben.
Die Gesamtlänge des Gehäuses wird ca. 42 mm sein.

Zylinder aus Messing, Gehäuseböden; eine Seite aus Stahl, die andere Messing.
Stutzen Messing oder CU.
Die Funktionsweise gleicht nicht ganz dem ersten, ebenfalls mit Isopropylalkohol gefülltem
CU Balg - Dehnungskörper und somit festgelegtem Regelbeginn 78 Grad.
Im Gegensatz zum ersten ist es ein Dreiweg mit Federbelastetem Überströmer
als Bypass zum diesmal steigend schließendem Temperaturweg.

Als Stutzen sind Tüllen mit 10 mm (Max 12 mm möglich) Außendurchmesser vorgesehen.
Diese Stutzen können als direkte Schlauchtüllen verwendet werden.
Es sind aber auch feste Teilverrohrungen, vorgefertigte Äste mit CU - Lötfittings
möglich.

Der Haupt-Eintritt (von der Pumpe) erfolgt Radial an einer Zylinderhälfte,
der Abgang Ölkühler - Eintritt erfolgt ebenfalls an dieser Zylinderhälfte,
radial in jede Richtung möglich.
Der Stutzen Ölkühler - Austritt erfolgt entweder Radial (in jedem Winkel)
in der zweiten Zylinderhälfte oder wahlweise Axial im Abschlussboden dieser Seite.
Der Stutzen Austritt zum Öltank erfolgt ebenfalls Radial (in jedem Winkel möglich)
in der zweite Zylinderhälfte oder im Wechsel mit den Stutzen Ölkühler Austritt
auch wahlweise Axial im Abschlussboden dieser Seite.

In meinen jetzigen Ölkühler hatte ich die offene Variante des ersten Thermostaten
im linken Sammlerkasten des Alu Lamellen Paketes untergebracht.
Die Funktionsweise hat sich bewährt und ist gleich dem ersten externen.
Die Idee war nun doch ein externes zu machen, das sich universell auch
bei anderen Kühlern verwenden lassen würde.
 
Eigentlich besteht er diesmal mit Absicht aus recht einfach zu beschaffenden Teilen
und wäre durchaus in vielen Werkstätten auch ohne Drehbank zu bearbeiten.
Habe hierbei auch nur mit Säge, Feile und Ständer-Bohrmaschine usw. gearbeitet.
Eine Auflistung wäre kein Problem, ihr würdet sogar schmunzeln aus was... ;-)

Einzig der Balg ist selbst kaum her zu stellen. Da war meine Suche nach
einem günstig, einfach und beliebig oft zu beschaffenden, der die entsprechenden
Maße und Eigenschaften aufweist, bis jetzt leider vergeblich.

Der Balg stammt aus meinem Lager, aus einem bestimmten Druckschalter
von Danfoss aus dem Kältesektor.
Blöderweise gibt es den, obwohl angeschraubt wie heut zu Tage üblich nicht
einzeln als Ersatzteil sondern nur den kompletten Druckschalter... ;-(
Schade, denn sonst wäre eine Kleinserie nicht nur Maßtechnisch
und von den Eigenschaften sondern auch Preislich interessant gewesen.

Versuche mit Dehnkörpern aus Thermostaten bestimmter älterer Bauart
sowie Wachs Dehnkörpern aus Kühlwasserthermostaten scheitern
am gleichen Problem.
Hat man mal "den richtigen" gefunden, war das keiner aus einem Massenauto
und somit nicht auf jedem Schrottplatz zu hauf sondern zur mehrfachen
Nachbeschaffung wiederum nur als teures Neuteil zu bekommen.
Es nützt ja nix wenn man etwas findet das sich dazu zwar eignen würde,
(das ist gar nicht mal so schwer), das "als ganzes" am Ende aber riesig
und unförmig sein würde.
 
Grüße langer
 
 
Update 02.08.
 
Das Ding ist drin !!!
 
Heute endlich geschafft es ein zu bauen.
Um die restlichen Teile der Vorrohrung zu fertigen mußten die alten Leitungen
gekappt werden, es gab somit kein zurück mehr... ;-)
Konnte sie heute aber leider nicht in Betrieb nehmen, nicht mehr testen,
war alles sehr spät geworden. Verschätze mich da in der Zeit immer gewaltig.
 
Muß morgen noch einige Kleinigkeiten ändern bevor das Öl fließt.
Ziemlich enge Angelegenheit und den Schlauch den ich für die Muffen
besorgt hab ist zwar höchst Qualitativ aber auch so intolerant gegenüber
Maßabweichungen... Innen 9,5 und keine Chance ihn auf 10mm Tüllen zu bringen.
So einen in der Hinsicht extremen Schlauch hab ich auch noch nicht erlebt...
 
Konnte nur schnell einige schlechte Handycam Bilder vom jetzigen Zustand machen.
Morgen werden aber noch die Muffen und eine der Schellen geändert.
 
Grüße langer
 
 
Update: 3. August
 
Heute der erste reelle Probebetrieb.
Mußte den Überströmer verstellen (Federkraft erhöhen). Gut damit war fast zu rechnen
da ich den Druck an dieser Stelle der Steigleitung im Zusammenhang mit den resultirenden
Fließwiderständen der gesamten Verrohrung im voraus nicht genau ermitteln konnte.
 
Juhu, jetzt regelt er genau so wie erwartet. ;-)
 
Die eine aus der Reihe tanzende Schelle wurde noch durch eine Spange ersetzt, 
die Rohrführung / Muffen begradigt und verkratzte Stellen neu gestrichen.
 
Nun, so sieht der Einbau endgültig aus...
 
 
Ob noch eine Fortsetzung folgt ?!?
 
Grüße langer
 
 
Update 05.08.2008
 
Da der Siedepunkt Druckabhängig im Dehnungskörper um dessen Kraft zur Ausdehnung
höher als der Angegebene bei normal null liegt und zusätzlich der Gegendruck des Öldrucks
in der Kammer mit einberechnet werden muß liegt der Regelbereich etwas höher als die
verwendete Flüssigkeit auf dem Papier.
Hatte bei den verschiedenen Alkoholen ja nach Art eine Erhöhung zwischen 4 und 6 Grad
festgestellt. Bei dem jetzt verwendeten Trichlorethan liegt die Erhöhung bei 4 Grad.
 
Der Regelbereich liegt damit bei exakt 78 Grad. Genau richtig für die Domi.
 
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