Modifizierung der Original RD08 Pötte

   
   
zum vergrößern auf die Bilder klicken  
     

Einige Auszüge aus dem Themenstart im Forum zur Erläuterung:

Hallo,

habe ne 95er RD08 bei der ja bekanntlich
die Töpfe deutlich mehr Gegendruck und weniger
Sound haben als die 88-89er.

Nun habe ich schon eine Weile damit verbracht,
(und einige Änderungen vorgenommen)
dieses zu verbessern ohne das es von außen sichtbar,
und was viel schwieriger ist, den "richtigen" Ton zu treffen.

Einfach nur lauter ist einfach, war aber nicht mein Ziel.

Des weiteren ist meine "Modifikation" im Handumdrehen
mal quasi aus zu schalten (Phonmessung TÜV ab 2006),
sowie ohne Spuren zu hinterlassen auch wieder ganz
rückgängig zu machen (z.B. Verkauf).

Schade das ich das derzeitige Ton-Ergebniss nicht mal
mit einer alten RD02 vergleichen kann....

Ob eine (in meinem Masse) gesenkter Gegendruck der Pötte
eine geänderte Bedüsung erfordert Teste ich gerade.

Ist um Vergleiche mit einer Ori-RD08 zu ziehen imo schwierig
da meine Bedüsung nicht mehr Original ist.
Aber auch das wollte mal Testen um eine Aussage treffen zu können.
 

LG langer

 

Hallo,

also um Missverständnisse aus zu schließen,
ich schreibe hier von den Pötten mit den "VA Endkappen".

Hatte zuerst den rechten Topf komplett aufgeschnitten
um zu sehen wie er aufgebaut ist.

Es handelt sich um eine Kombination aus Reflektions
und Absorbtionsdämpfer wie er auch im KFZ häufig
an zu treffen ist. Hatte mir die Kompletten Masse aller
Kammern Durchgänge und Verbindungen aufgezeichnet
und mit meinem alten Fach / Formelbuch verglichen.
Fakt ist das der Dämpfer in seinen Durchlasswerten des
Eintritts und der Kammerverbindungen eigentlich
großzügig genug dimensioniert ist.
Die starke Drosselung des Gasflusses insgesamt liegt
im Durchmesser des Endrohres.

Das Öffnen ist zur Nachahmung aber nicht zu empfehlen.
Das zu schweißen ist nicht mal das Problem, sondern
die Naht so perfekt zu schleifen das man selbst nach einer
Lackierung nichts mehr sieht ist fast unmöglich und
bedeutet "viele" Stunden Arbeit.

Die beste Lösung wäre das Endrohr (Innendurchmesser 20mm)
aus zu trennen und durch eines mit 24mm zu ersetzen.
Das ist aber selbst bei kompletter Öffnung des Topfes aus mehreren
gründen kaum möglich:

Die Rohre sind in einer zweiten Zwischenwand verschweißt,
und das Endrohr des linken Topfes ist mit eine Biegung versehen.
(Ja da habe ich auch nicht schlecht gestaunt, der Unterschied zwischen
linkem und rechtem Topf liegt nicht nur an der gespiegelten Halterung
und den verschiedenen Eingangsrohren).

Nun zur Modifizierung:

Zuerst mal die Blindnieten ausbohren und durchschlagen
(fallen nicht in‘s innere sondern in den Zwischenraum außerhalb
des Endbodens).
Die Blenden mit einem Kantigen Flacheisen rückwärts rundum
Stück für Stück abstemmen (geht ganz leicht).

Die Bohrungen in den VA Blenden auf 5,5mm aufbohren, die
Bohrungen im Topfkörper 4,2mm bohren und M5 Gewinde bohren.
(Um die Blindnieten dann durch M5 x 4-6mm Messing Schrauben
zu ersetzen, man könnte auch wieder Blindnieten verwenden, iiih pfui).

Senkrecht unterhalb des Endrohres wo der gerade Endboden in eine Krümmung
übergeht 8mm über dem Krümmungsbeginn ein 18mm Loch bohren.

In dieser Position ist außerdem bei montierter VA Kappe nichts von der Bohrung zu sehen.

Ein 18x1mm (also 16mm Innendurchmesser) Stahlrohr 80mm tief leicht schräg
einführen (sonst kollidiert es innen mit einem Kammerrohr) und mit dem Endboden verschweißen.
Die Naht schleifen damit sie nicht zu weit nach hinten aufträgt, den Ausgang
des Röhrchens auch entgraten (wichtig denn selbst ein kleiner Grad ergibt Zischlaute).

Schweißnaht schwarz lackieren (Sicht und Rostschutz).
VA Kappen mit weichem Holz und Hammer (sonst evtl. Beulen) montieren.

Das alles klingt umständlich und kompliziert für jemanden der das nur liest,
und nicht selber gemacht hat, ihr werdet aber selbst sehen das bei abgenommenen
VA Kappen die Geschichte fast intuitiv zu Händeln ist.
(Schutzgaspraxis voraus gesetzt).
Wenn man alles nötige da hat dauert es max 1 Stunde pro Topf.

Ich könnte noch einige Fotos machen, da würde es sicher anschaulicher werden.

Eine bloße Bohrung im Endboden könnt ihr vergessen, damit habe ich zwar
Anfangs den benötigten "Zusatzdurchmesser" ermittelt aber ohne Tauchrohr
hört sich das nur grauenhaft an.
Die Ermittlung des Rohrdurchmesser 16mm innen in Verbindung mit seiner Länge
80mm ist von seiner Berechnungsart übrigens recht nah verwand mit der eines Bassreflexkanal.

Schreibe morgen noch mal was dazu,
die Sonne geht schon bald auf :-)

LG langer
 

 

Ja es bläst in den Innenkonus der Kappe und
kommt dann durch das große Loch um das Endrohr raus.

Da dann der Raum in der Kappe unter "leichtem" Überdruck
steht (zumindest bei höheren Drehzahlen) sollte man
das Ablauf oder Sabberloch der Kappe unten verschließen.
Habe M5er Gewinde gebohrt einem Stück 5er Messinggewinde
reingedreht, mit Körner vernietet und plan geschliffen.

Ansonsten kann es beim überfetteten Kaltstart dort aus dem Loch Rußen.
Gibt dann lustige Rußpikel auf Felge und Schwinge :-)

LG langer