Manuelle Spritanreicherung
 
 
Startwillig.
 
 
Eine einfache und schnell zu realisierende Möglichkeit
der Domi beim Kaltstart sowie auch nach längerem Stillstand
zum sofortigen Anspringen zu verhelfen.
 
Der Luftraum oberhalb des Benzinpegels in der Schwimmerkammer
wird vor dem Start kurzzeitig Stoßweise in leichten Überdruck gebracht.
Der Druckstoß erfolgt über den Anschluß der Kammer Be-Entlüftung und kann sich
somit nur noch auf die Flüssigkeit auswirken da im Luftraum der Kammer
(abgesehen von der sehr kleinen Bohrung im Überlaufkanal)
keine weiteren Öffnungen zum entweichen des Druckes existieren.
 
Die unteren Öffnungen der Düsenstöcke von Leerlauf, Choke und Hauptsystem
befinden sich unter dem Benzinspiegel. Da ein Überdruck auf das Luftpolster
auch auf das Benzin in der Kammer wirkt, drückt es den Sprit durch
die Düsenstöcke hoch in den Querstromkanal, direkt in den Bereich der Drosselklappe.
 
Wer den Effekt mal testen möchte;
einfach mit dem Finger den unteren Schlauch (den richtigen) zuhalten und mit dem Mund
in den oberen (keine Angst der ist sauber und es kommt auch nichts dort raus ;-))
kurz, aber wirklich nur "ganz kurz" reinpusten.
Das Bitte nur bei kaltem Motor ausprobieren. Bei warmem ist sie sonst... ja klar, erstmal abgesoffen ;-)
 
Da die Be-Entlüftung der Kammer im Betrieb nicht verschlossen bleiben darf,
muß eine kleine Änderung vorgenommen werden um die Pumpe dort an zu schließen.
 
Am Stutzen an der Schwimmerkammer (nach unten weisend) ist ein Schlauch angeschlossen
der in ein T-Stück mündet. Von dort aus geht ein weiterer Schlauch nach oben und endet
offen unter der Sitzbank / Tank. Der zweite Schlauch geht von diesem T-Stück nach unten
und endet offen hinter dem Seitenständer. In diesen Schlauch nach unten kommt eine Düse.
Die Luftzufuhr, der kurze Druckstoß erfolgt über den oberen Schlauch.
 
Um die Sache zu vereinfachen reicht auch das einbringen eines (lockeren)
Schaumstoff Pfropfens aus Benzinfestem Luftfilterschaumstoff in den untern Schlauch.
Den aber nicht unten rein stecken sondern möglichst weit oben vor dem T-Stück.

Der Pfropfen erzeugt ebenfalls wie die Düse einen Widerstand sodaß sich der Überdruck

auf den Benzinspiegel auswirken kann.
Das evtl. anfallende Tropf-Benzin (bei Erwärmung durch heiß abgestelltem Motor)
kann durch den Schaumstoff weiterhin entweichen.
Der Schaumstoff verhindert außerdem das über den offenen Schlauch Dreck angesaugt wird
der in der Schwimmerkammer landet.
 
Hatte vor dem Schaum Pfropfen einige Male einen verstopften Überlaufkanal in der Kammer
was zu dem häufig berichteten Anlaß -  Schwierigkeiten nach warm kurz abgestellten Motoren
führt.
 
Seit der Reinigung und dem Schaumstoff ist dieses Problem nie mehr aufgetreten.
 
 
Fortsetzung und Bilder folgen..